Upart

Standort:
Linz-Urfahr, Oberösterreich

Fertigstellung:
Herbst 2020

Fotos:
Gregor Graf

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Upart

HISTORIE UND AUFGABENSTELLUNG

Die Werbeagentur upart beauftragte uns mit dem Ausbau eines im Rohbau befindlichen Neubaus in städtischer Zentrallage. Als Sockelzone eines mehrgeschossigen Wohnbaus standen 650m² aufgeteilt über zwei Geschoße zur Verfügung.

Aufgabenstellung an die Architektur war, die drei zentralen Arbeitsaufgaben im Agenturalltag- Konzentration, Regeneration und Kommunikation- räumlich entsprechend umzusetzen. Dieses Dreigestirn diente als Grundlage für die Gestaltung der neuen Arbeitsumgebung.

Neben inhaltlichen Fragestellungen zu inspirierenden wie effizienten Arbeitsplätzen war der formale Umgang mit der industriell wirkenden Rohheit der vorhandenen Betonstruktur besonders reizvoll für uns.

KONZEPT

Die vorhandene Struktur lud ein, das Prinzip des "open plan" im Entwurf anzuwenden und zu einem leitenden Prinzip zu erklären. Dabei werden großzügige, vernetzte Bereiche geschaffen- nicht nur in einem physischen Sinne, sondern ebenfalls im Hinblick auf die eigentlichen Arbeitsabläufe. Zonen für Konzentration, Regeneration und Kommunikation haben unterschiedliche Ansprüche- und eben dem soll mit einem durchdachten Umgang mit Offenheit Rechnung getragen werden. Strategische Raumelemente übernehmen eine subtil leitende Funktion, die von öffentlichen zu internen und sensiblen Zonen führt.

UMSETZUNG

Raue Betonoberflächen, sichtbare Leitungsführung und industriell anmutendes Raumerleben als vorgefundene Grundstruktur bilden die Bühne für weitere Einbauten. Die Materialwahl soll dieser Klarheit folgen- vorgefundene, fertige Elemente wie Spiro-Rohre, H-Steine und Schwarzstahl setzen sich wie selbstverständlich neben die Stahlbetonwände auf einen geschliffenen Estrich.

Die Bar im Eingangsbereich lädt als „grünes Herz“ zur Kommunikation zwischen den Mitarbeitern sowie mit Kunden ein. Im Sinne der Kernpunkte der Agentur – Marke und Positionierung – repräsentiert sie einen selbstbewussten Auftritt. Eine einläufige Schwarzstahltreppe führt zu den offenen Büros und einer intimeren Ruhezone im Obergeschoß.

Im Erdgeschoss befindet sich neben einer Küche mit Terrasse, die Ort des Soziallebens und Rückzugsraum für die Regeneration im Arbeitsalltag wird, ein abtrennbarer Besprechungsraum. Dieser lässt sich über ein großes Industrietor flexibel als eigener Raum nutzen oder großzügig zum öffentlichen Bereich der Bar hin öffnen.

Die offenen Arbeitsplätze aus Massivholztischen lassen sich durch Lodenvorhänge strukturieren und abtrennen. Diese raumbildenden Elemente ermöglichen neben ihrer akustischen Wirkung das dritte Element der Arbeitsprozesse- die Konzentration. Zusätzlich fungieren „Boxen im Raum“ als Besprechungskojen für zurückgezogenes Arbeiten und Verhandeln sensibler Inhalte. Unterstützt wird diese Funktion durch ihre haptische Gestaltung: Weiche Oberflächen wie Teppich und Filz bilden einen Kontrast zum Raumerlebnis der rohen Struktur.

Für eine ansprechende Arbeitsumgebung wurden die Schrankwände akustisch wirksam belegt. Die Haptik des dafür verwendeten Pyramidenschaumstoffs wird zum eigenen Gestaltungselement und übernimmt so - wie die Lodenvorhänge – formale wie funktionale Aufgaben zugleich.